Die Zwerge aus Jacksons „Der kleine Hobbit“

In San Diego läuft die Comic-Con und die Verlage präsentieren, was es demnächst Neues auf dem Markt gibt. Neue Comics, neue Filme. Peter Jackson, der uns die Herr der Ringe-Trilogie in so wunderbarer Art präsentiert hat, schmiedet ein neues Kunstwerk: Die Vorgeschichte zu Herr der Ringe, Der kleine Hobbit, oder wie der Arbeitstitel richtig heißt: The Hobbit: An Unexpected Journey.
Jackson stellt den Film noch nicht auf der Comic-Con vor, da er noch viel zu viel an dem Streifen machen muss. Die Arbeiten sind noch im vollen Gange. Aber immerhin ein Bild wurde nun auf theonering.net veröffentlicht. Es zeigt die volle Zwergen-Besatzung des Films.
Langsam sollte ich das Buch noch mal lesen. Auch wenn der FIlm erst im Dezember 2012 erscheinen soll. Martin Freeman, der in der BBC-Serie „Sherlock“ den Dr. Watson darstellte, wird den Bilbo spielen. Zu den Zwergen lässt sich sagen, dass einige „typisch“ aussehen, mit ihren Kubbelnasen, manche aber echt cool sind. Bin gespannt.
Vorgeschichte zu John Carpenters „Das Ding“
Im Oktober kommt The Thing in die Kinos. Was? Schon wieder ein Remake? Nicht ganz. Das Remake von 1982 mit Kurt Russell hatte nicht viel mit dem Original von 1951 zu tun, in dem der großartige Boris Karloff eine Art Pflanzen-Alien im Eis spielte.
John Carpenter, der 1982 mit seiner Version des „Dings aus dem All/Eis“ Filmgeschichte schrieb, zeigte uns ein Alien, das Menschen imitiert, von Haut zu Haut schlüpft. Dabei finden sie Wissenschaftler in Carpenters Das Ding nicht das Alien — es kommt zu ihnen. In der Form eines Hundes.
Nun also das Remake des Remakes. Nein, ‚tschuldigung — das Prequel zum Remake. Dabei ist der Streifen von Regisseur Matthijs van Heijningen Jr. (Wer zum Teufel ist das denn bitte?) vor der Geschichte mit Russell angesiedelt. Im Grunde ist es mehr am Original angelegt, weil die Wissenschaftler in van Heijningens Film das Alien im Eis finden — ganz wie damals 1951.
Herausforderung beim Prequel dürfte sein, den Ton des Carpenter-Film einzufangen und — noch wichtiger — die Fans des 80er-Jahre-Schockers nicht zu vergraulen. Letzteres dürfte das Schwierigste sein … Wobei ich ja Carpenters Alien schon eklig fand. Das dürfte dank Computertechnik noch unangenehmer werden.
Ich freue mich jedenfalls schon auf Scott Pilgrims große Liebe Mary Elizabeth Winstead.
Von der Schwierigkeit eine Filmkopie zu bekommen
Noch ein Gedanke zum großartigen Film Das Fenster zum Hof im (Noch-)Metropolis. Als der erste Schrecken ob der Ansage bezüglich des angedachten Abrisses des Kinos vorüber war, gab es noch eine „Insider“-Info, die bemerkenswert war.
Geht man heutzutage ins Kino und schaut sich einen groß produzierten Film an, einen Blockbuster, dann kommt es durchaus vor, dass so ein Streifen in jedem größeren und auch einigen kleineren Kinos in einer Stadt läuft. In den großen Palästen kann ein und der selbe Film sogar in mehreren Sälen gleichzeitig laufen. Daran hat man sich irgendwie gewöhnt. Der gewünschte Film (sofern das Publikum und die entsprechende PR-Maschinerie vorhanden sind) ist überall und zuhauf. Das hat etwas von Überflussgesellschaft.
Hat man dann das Glück, einen Klassiker auf Großleinwand zu sehen, muss man wahrlich von Glück reden. Bei Das Fenster zum Hof z.B. war es gar nicht so sicher, dass wir den Film hätten genießen können. Es gibt, so hieß es, sage und schreibe gerade eine Kopie des Films im Original und drei mit deutscher Synchronisation in Deutschland. Vier offizielle Kopien auf einer Fläche von etwa 357.000 km2.
Der gute Mann, der uns vor der Vorführung einen Einblick in die Schwierigkeiten eines Kinobetreibers gewährte, fuhr fort, dass diese Kopien im Laufe der Jahre (Das Fenster zum Hof ist von 1954) arg mies behandelt wurden, so auch die verbliebenen Kopien in Deutschland. Da stelle ich mir fettige Finger auf Zelluloid vor, Kratzer vom Schleifen auf dem Fußboden, Knicke und ausgeblichene Farben. Eigentlich, so meinte er weiter, wollte er uns das gar nicht antun. Zum Glück hat sich ein Sammler bereiterklärt gehabt, seine Kopie ans Metropolis auszuleihen. Der Sammler war zwar der Meinung, seine Kopie hätte nicht die besten Farben, das sah die Filmvorführerin jedoch nicht so und gab ihr Okay.
Es gab eine Zeit, da wurden solche Filme öfter im Fernsehen gezeigt. Knackige Farben, saubere Schnitte zwischen den Filmrollen. Heutzutage laufen die Klassiker immer seltener im Fernsehen. Zum Glück gibt es DVD und Blu-ray. Das ist jedoch alles auf einem Bildschirm, nicht auf einer Kinoleinwand. Im Kino wirken die Filme einfach anders, beeindruckender.
Aber, wie beschrieben, ist das gar nicht so leicht, eine Kopie auf Zelluloid zu organisieren. Und das in unserer Überflussgesellschaft —, die es auch im Kino gibt.
Savoy gerettet, Probleme fürs Metropolis
Es sollte ein entspannter Abend im Metropolis werden. Im Rahmen der Aktion Ahoi Savoy wurde Alfred Hitchcocks Das Fenster zum Hof aufgeführt. Nach unserer überraschend faszinierenden Erfahrung mit Das Pendel des Todes, nun also James Stewart und die bildhübsche Grace Kelly auf Großleinwand. Man kennt solche Filme aus dem Fernsehen, aber im Kino wirken sie ganz anders. Gewaltiger. Beeindruckender. Besser.
Der Saal wurde natürlich nicht voll, aber das Kino war gut besucht. Der Altersdurchschnitt war eher höher.
Vor dem Film gab es noch von einem Metropolis-Mitarbeiter (dem Chef?) eine kleine Durchsage. Solche persönlichen Gespräche und Informationen sind etwas, das den Gang in so ein kleines Kino so bemerkens- und liebenswert machen. Er fing an und ein kaltes Grauen machte sich im Nacken breit.Movie Carol (2015)
Da war die Rede von „vorletzter Vorstellung“ (danach sollte noch der Film Hellzapoppin gezeigt werden). Doch der Vorhang sollte noch weiterhin gelüftet werden. Wie es scheint — ist an mir vorbeigegangen —, sollte das Metropolis, das zum 2. September in den Neubau an der Dammtorstraße ziehen sollte, dem früheren Kino Savoy weichen. Doch dieses sollte wiederum noch vor dem erneuten Öffnen schon vor dem Aus stehen. Das Metropolis/Savoy sollte abgerissen werden. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Gentrifizierung St. Georgs. Dem Beschluss, dass das Savoy überraschend 350.000 Euro Unterstützung von der Stadt Hamburg erhält, ist es zu verdanken, dass das Savoy zunächst bis 2014 erhalten bleibt.
Somit ist am heutigen 30. Juni die Silberleinwand nicht zum letzten Mal angestrahlt worden.
Probleme fürs Metropolis
Und das Metropolis? Es sollte zum 2. September in den (hässlichen) Neubau im Metropolishaus an der Dammtorstraße ziehen. Durch den Starkregen am 8. Juni, der diverse Hamburger Keller und auch die Europapassage überflutet hat, verzögern sich die Bauarbeiten nun um ein bis zwei Monate. Die Baustelle war ebenfalls von den Wassermassen heimgesucht worden.
Dann erfuhren wir, dass das Metropolis noch mit einem weiteren, schweren Schicksalsschlag gebeutelt wurde. Bei dem Regen ist auch das Archiv des Kinos etwa zehn Zentimeter unter Wasser gesetzt worden. Zum Schadensumfang ließ er in der Ansage nichts verlauten. Dennoch ein herber Tritt in die Magengegend eines Kinobetreibers.
Steindamm keine Ausweichmöglichkeit
Mit der finanziellen Rettung des Savoys im Steindamm, ist übrigens meine Spekulation das Streit’s betreffend zunichte gemacht worden. Ich dachte ja eigentlich, das Metropolis würde, wie geplant, ins Metropolishaus zurückziehen und das Streit’s vom Jungfernstieg an den Steindamm wandern. Das Streit’s steht schließlich zum 31. März 2013 vor der Frage, wo es hin soll, sind die Mieten für den Saal im Streit’s-Haus (!) zu hoch. Man kann nur hoffen, dass auch hier die Stadt ein Herz für Kultur hat …
Footlose again
Da war ich gerade einmal elf Jahre alt, als Footlose ins Kino kam. Den Film sah ich erst später, aber den Soundtrack von Kenny Loggins hatte ich. Und die Schallplatte lief rauf und runter. Als ich den Streifen dann sah, war das *wow*. Die Geschichte vom rebellierenden Jungen, der in einem hinterwäldlerischen Kaff mit Tanz-Verbot die Jugend aufrüttelt — *wow*. Dazu die Musik. *wow* Damals eben.
27 Jahre später kommen sie mit einem Remake. Weil ihnen nichts mehr einzufallen scheint. Vergleicht man die Trailer, erkennt man im Remake ganz deutlich Elemente des Originals wieder. Szenen scheinen 1:1 nachgestellt zu sein. Die Musik von Kenny Loggins wird im Remake-Trailer nur ganz kurz (kastriert) angespielt, dann kommt der übliche Tanzfilmmusik-muss-noch-im-Radio-laufen-Mist der Gegenwart.
Ohne das Remake gesehen zu haben: Musste das sein? Ist das überhaupt zeitgemäß? Wenn ich mir überlege, dass damals alle den Film und die Musik toll fanden — wie wird das heute sein, in einer trägen, medientechnisch überfüllten Jugendmasse? Ich denke, Footlose 2011 wird weiß Gott kein Erfolg werden. Alleine wenn ich den alten Käfer vom jungen Rebellen sehe — 1984 war der Wagen alt und spießig. Heute ist er nicht nur antiquarisch, sondern kein Jugendlicher würde sich da freiwillig reinsetzen. Gesteinigt würde er werden.
Mit Käfer und Krawatte zur Schule? Ganz bestimmt nicht. Na wenigstens haben sie den Walkman in der Szene weggelassen, wo im Schulgang das Tanzen geübt wird. Der Rest sieht aus wie das, was man von „Honey“- oder „Step Up“-Trailern kennt: Casting-Gezappel …
Das Original:
Das *argh*:
Muppets machen einen auf Green Lantern
Hey, Kermit hat einmal das Lied „It’s not easy being green“ gesungen, da bietet sich doch die Verbindung zu Green Lantern (Deutschlandstart am 28.7.11) an. Nachdem die Muppets bereits eine Parodie auf Hangover 2 gemacht haben, nehmen sie sich nun also den DC-Helden vor. Der ganze Spaß kommt nicht in schwedisch daher …