Die Moviejunkies sehen alles! — Naja, fast alles... Während wir auf www.moviejunkies.de über aktuelle Filme schreiben, findet Ihr hier Beiträge, die keine aktuellen Film-Kritiken sind, sondern "etwas nebenbei". Manchmal juckt es, über etwas zu schreiben, was noch kommen wird. Oder auch über aktuelle News.

Erlaubnis zur Eliminierung nicht erteilt. Alien 3, 1992

Fünf Gründe nicht ins Kino zu gehen

Okay, das könnte man als Content-Klau bezeichnen, aber ich wollte meine „Two Cents“ zu dieser Klick-Galerie geben. Abgesehen davon muss man bei den Moviejunkies nicht klicken. 😉

Besser Ausstattung zuhause
Als ersten Punkt führen sie auf, dass viele wohl heutzutage in ihren eigenen vier Wänden ein besseres Equipment haben, als man es im Kino vorfindet. Dabei geht es sehr schön gegen 3D. Immer mehr Leute wehren sich gegen die Vergewaltigung der Filmstudios, man müsse Filme in 3D sehen, nur weil sie damit mehr Geld machen. Als „Killer-Argument“ für 3D wurde angeführt, dass das etwas sei, was man im Heimkino nicht bekommt. Blöd, wenn Filme in 2D weitaus besser wirken als ihre viel zu teure 3D-Variante im Kino.
Zeitspanne zwischen Kino und DVD-Veröffentlichung
Dieser Punkt hinkt etwas. Zwar liegt bei uns auch eine immer kürzere Zeitspanne zwischen Kino-Termin und DVD-Release, aber das Argument von Moviefone geht mehr auf das „On-Demand“-Angebot ein. Ich glaube, das steckt hierzulande noch in Kinderschuhen. Wenn überhaupt. Dennoch bleibt: Warum viel Geld im Kino ausgeben, wenn man auch drei Monate warten kann? Dann kann man sich den Film in aller Ruhe, ohne nervige Spacken hinter einem, ohne ekligen Nacho-Geruch, ohne die obligatorische halbe Stunde Werbung vor dem Film ansehen. Und man kann den Film so oft sehen, wie man will. Theoretisch wird der Preis des Films dadurch auch noch mit jedem Ansehen geringer.
Fernsehen
Na schön, der Punkt zieht bei uns überhaupt nicht. Kein Stück. Sie schreiben, dass man nicht mehr ins Kino gehen muss, weil das TV-Angebot immer besser wird. Das gilt nun weiß Gott nicht für den deutschen Markt! Hier kommt immer mehr Schund ins Wohnzimmer, während in den Staaten wohl mit Sendungen auf Privatsendern wie HBO, AMC und FX hochklassige Dramen und Filme auf den heimischen Fernseher gespült werden. Das ist in Deutschland ganz klar nicht der Fall.
Ökonomie
Das Argument hingegen fasst wieder. Gehen wir an einem Sonntag ins Kino, kostet der Spaß 8,20 €. Ist der Film in 3D kommen 3 € hinzu. Habe ich Dussel meine 3D-Brille vergessen, kommt — je nach Kino — noch einmal 1 € dazu. Macht also 12,20 €! Viel zu teuer! Wie schon beim letzten sonntäglichen Kinogang gefragt: Warum ist das auf einem Sonntag, wo weniger Menschen ins Kino gehen, so schweine-teuer? Das kann sich nicht jeder leisten. Nicht derzeit, wo die Märkte alle fröhlich zusammenbrechen, die Leute arbeitslos sind. Da rentiert sich wirklich eher der Kauf der DVD …
Schlechte Filme
Hier bin ich wieder voll dabei. Die Filmstudios sind immer vorsichtiger. Nur keine frischen Ideen ins Kino bringen. Lieber auf alte Pferde setzen: Wir wissen, dass Film X gut lief, also machen wir dazu eine Fortsetzung. Oder ein Prequel, geht auch. Hauptsache ein Film, der an etwas anknüpft, dass die Leute schon kennen. Bloß nicht mutig sein. Schließlich haben wir mit der Schiene a.) schon gut Geld gemacht und b.) das Publikum zu dummen Wiederkäuern erzogen. Die können gar nicht mehr neue Ideen aufnehmen.

Unterm Strich durchaus gute Gründe, den Kinosaal zu meiden. Die Schuld ist bei der Filmindustrie selber zu suchen.

Watch Fifty Shades Darker (2017) Full Movie Online Streaming Online and Download

Sicherheitsmaßnahmen im Streit’s

Gestern musste ich eine Karte für die Sneaks im Streit’s zurückgeben. Im Foyer stand ein Metalldetektor. Ein sehr ungewöhnliches Bild in diesem Kino. Ungewöhnlich in jedem Kino, möchte ich sagen. Neben dem Durchgang war ein großes Schild, auf dem etwas stand, wonach die Zuschauer Verständnis dafür haben mögen, dass keine Mobiltelefone erlaubt sein. Es ging um Filmpiraterie. Mobiltelefone sollten am Tresen abgegeben werden, man passe auf sie auf.

Ich vermute, es ging um eine Pressevorführung o.ä., die, da erinnere ich mich noch dran, auch im Streit’s stattfanden. Vielleicht wurden die neuen Abenteuer von Tim und Struppi vorgeführt.

Auf dem Schild stand noch mehr, aber oben stand das mit den Mobiltelefonen. Da kommt die Frage auf: Wer nimmt einen Film mit einem Telefon auf? Wenn ich mir vorstelle, zwischen anderen Leuten zu sitzen, die Popcorn essen, murmeln, sich räuspern, lachen – das wird ein mieser Piratenfilm.

Mal davon abgesehen, dass a.) ich bei Gott keinen Bock darauf hätte, die ganze Zeit über mein Telefon zu halten, b.) ich nicht weiß, ob ein ganzer Film auf ein Smartphone passt und c.) die Qualität bestimmt auch eher mies sein dürfte. Wer macht denn sowas?

Zack Snyders Superman mit neuem Kostüm

Henry Cavill im neuen Superman-Anzug
Das neue Kostüm von Superman Henry Cavill (Quelle)

Vor ein paar Monaten schrieb ich, dass Superman in den Comics (Ende August wurde mit der „Justice League“ das erste von 52 DC-Heften rebooted) ein neues Kostüm erhalten werde. Nahezu alle Charaktere wurden in den Comics mit neuen Kostümen bedacht. Okay. Hat Sups halt seine rote Über-Unterhose verloren. Ist okay. Gewöhnungsbedürftig, aber okay.

Was auf gar keinen Fall in Ordnung ist, dass ist das neue Kostüm, das Henry Cavill in Zack Snyders „Man of Steel“ trägt! Minimale Veränderungen sind in Ordnung. Ich erinnere mich da an das kleinere, erhabene Logo auf Supermans Brust in Superman Returns. Zack Snyder hat alles neu gemacht. Die Farben sind dunkler, das Logo sieht dreckig aus und Was! Zum! Teufel! sollen diese Verzierungen an den Handgelenken, an der Rumpfseite und dieses piefige ovale Ding, was mal eine Gürtelschnalle war?

Letztens kam ein Kollege auf mich zu und meinte, er habe endlich Sucker Punch von Snyder gesehen. Er fand ihn gut. Sinngemäß meinte er, dass Zack Snyder für bunte Bilder stehe. Eine Geschichte bräuchte man nicht zu erwarten, nur knallige Bonbon-Bilder, so wie in Sucker Punch oder 300. Bunt ist bei dem neuen Superman-Kostüm jedenfalls nichts mehr.

Wenn das Kostüm schon so grässlich ist, hoffe ich doch, dass Zack Snyder diesmal eine gute, eine wirklich gute Story für den Mann aus Stahl parat hat! Punktabzug gibt es so oder so für dieses Kostüm. Wieso hat denn da niemand von DC mal ein Auge drauf geworfen?

Zum Glück ist uns ja damals der Superman-Film von Tim Burton erspart geblieben. Nicht nur, dass ich Nicholas Cage nicht als Superman hätte sehen wollen, was sich die Herrschaften für den Film ausgedacht hatten, ging noch weniger als Snyders Kostüm:

Zuviel dran?

Ansonsten eine kleine Überlegung. Schaut man sich das Kostüm von Henry Cavill an und wie er es ausfüllt, dann fällt doch auf, dass es an einer gewissen Stelle „spannt“. Na, wenn das nicht wieder ein Fall für die digitale Retusche ist …

Avengers: Marvel plant im großen Stil

Spielfiguren der Avengers von Marvel
Nick Fury, Thor und Captain America
Actionfiguren auf der San Diego
Comic-Con 2011
– ©PopCultureGeek.com auf flickr.com

Marvel ist nicht nur der Verlag, der am meisten Comic-Verfilmungen auf den Markt bringt. DC tut sich bei der filmischen Umsetzung der hauseigenen Produkte etwas schwer. Marvel hat vor allem in der Anfangszeit der Comic-Verfilmungen viel produziert, wobei es schien, als sei es egal, ob der Film gut ist oder nicht. X-Men war klasse, Iron Man ebenfalls. Daredevil oder gar dessen Spin-Off Elektra waren Müll. Bei den Fantastic Four lag man im Mittelfeld.

Im zweiten Versuch Hulk auf die Leinwand zu bringen, zeichnete es sich ab, dass Marvel „eine Vision“ hat. Der Verlag scheint auf ein ganz bestimmtes Ziel hinzuarbeiten. Mit Weitblick wurden seit 2008 die Superhelden-Filme so angelegt, dass sie nicht mehr isoliert zu betrachten sind. Alle Geschichten spielen innerhalb einer Rahmengeschichte oder einer Gesamtheit.

In Der unglaubliche Hulk taucht ganz am Ende Tony Stark (Robert Downey Jr.) auf und erklärt einem General, es werde ein Superhelden-Team formiert, bei dem auch der Hulk mitspielen soll. Ende des Films. Mehr wurde nicht zu dem Thema gesagt.

In Iron Man, noch mehr in seinem mäßigen Nachfolger, wird Marvels geheime Überpolizei S.H.I.E.L.D. (Supreme Headquarters, International Espionage, Law-Enforcement Division) eingeführt. S.H.I.E.L.D. spielt dann auch in Thor eine Rolle. Und wer bei Captain America bis nach den Credits sitzen bleibt (was echt lange dauert), der sieht noch mal Samuel L. Jackson als S.H.I.E.L.D.-Chef Nick Fury, der ebenfalls „etwas andeutet“. Außerdem haben wir in Captain America und in Thor den Kosmischen Würfel gezeigt bekommen.

Das zeigt alles wunderbar, dass Marvel „das große Ganze“ im Auge hat und im wahrsten Sinne ein Marvel-Universum baut — das in The Avengers münden wird.

Joss Whedon ist der Mann

Nun kann man nur hoffen, dass Marvel beim Superhelden-Team-Up-Film nichts verbockt. Wäre schade, wenn man sich so viel Mühe gegeben hätte, etwas von langer Hand vorzubereiten und dann ist die Geschichte schlecht oder der Film verkommt zur Materialschlacht à la X-Men: Der letzte Widerstand. Der war immerhin das Todesurteil für das Franchise, weshalb es mit X-Men: First Class neu gestartet werden musste.

Zum Glück hat Joss Whedon bei The Avengers die Zügel in der Hand. Der Mann, der uns Buffy, Angel, Dollhouse und Firefly beschert hat, weiß das Fanpublikum zu bedienen. Wollen wir hoffen, dass er sein Handwerk auch weiterhin auf der großen Leinwand beherrscht. Wenn The Avengers genauso gut wie Serenity wird, habe ich keine Bedenken.

Der Ton macht die Musik und die in den 80ern auch den Erfolg

Es gab mal eine Zeit, da war die Geschichte eines Films noch wichtig. Das ist heute nicht immer der Fall. Gerne wollen uns die Filmfirmen etwas anderes andrehen und über den Mangel einer Geschichte mit Augenwischerei hinwegtäuschen.

Es gab mal eine Zeit, da war auch die Musik eines Films wichtig. Ist sie heute auch noch. Wer sich mal Scarface mit Al Pacino anschaut, dem wird heutzutage nur übel. Damals war das voll „in“, aber mittlerweile wirkt die musikalische Untermalung von Giorgio Moroder nur störend. Gut, ich finde Scarface auch als Film nicht toll, aber er könnte besser sein, wenn nicht diese 80er-Jahre-Syntheziser-Mucke andauernd im Hintergrund rumdudeln würde …

Die 80er hatten aber auch andere Filme, bei denen die Musik eine wichtige Rolle spielte und passte. Die passte sogar so gut, dass sie im Radio gespielt wurde und dort jeweils ein Hit war. Das gibt es heute auch nicht mehr. In meiner Jugend liefen Filme im Kino an, die man vielleicht nicht gesehen hat, weil man noch zu jung war, die Musik kannte man aber aus dem Radio und hatte sie bestimmt auch spätestens nach einer NDR2-Sonnabend-Hitparade auf Kassette. (mehr…)

Moderne Wegelagerei an der Kinokasse

Was sind das denn schon wieder für Gangstermethoden an den Kinokassen? Für gewöhnlich schaut man vor einem Kinobesuch, ob der gewünschte Film auch tatsächlich in dem Kino läuft und wann. Ein schneller Blick auf die Preisliste und man weiß, wie viel Geld man investieren muss.

Ein Platz in der Loge kostet einen Euro extra. Ist der Film lang? Dann kommt noch Überlängenzuschlag oben drauf. 3D kostet weiter lockere drei Euro oben drauf.

Gestern schauten wir im Cinemaxx JJ. Abrams Super 8. Loge nehme ich nie und Überlänge hat der Streifen auch nicht. Somit ist man laut Aushang mit 7,50€ dabei. (mehr…)

hoch