Die Moviejunkies sehen alles! — Naja, fast alles... Während wir auf www.moviejunkies.de über aktuelle Filme schreiben, findet Ihr hier Beiträge, die keine aktuellen Film-Kritiken sind, sondern "etwas nebenbei". Manchmal juckt es, über etwas zu schreiben, was noch kommen wird. Oder auch über aktuelle News.

Es ging nie wirklich um ein Heilmittel. Sondern um Big Business.   Daybreakers, 2009

Designing 007 – eine Ausstellung zum 50. Geburtstag

Wie die Zeit vergeht … Der bekannteste Geheimagent der Welt, James Bond, wird 50 Jahre alt. Also die Figur, bzw. das Film-Franchise. 1962 kämpfte der schottische Schauspieler Sean Connery gegen Dr. No. Die Frauen lagen ihm zu Füßen (nicht nur Ursula Andress), die Männer wollten sein wie er. Exotische Schauplätze, schöne Frauen, Autos, Spionage-Gimmicks, das ist alles typisch für einen Bond-Film. Für den ehemaligen Bodybuilder Connery ging von da an die Karriere richtig los. Die Welt hatte einen smarten Agenten, von dem sie nicht genug bekommt.

Die 007-Filme zeichnen sich immer durch eine tolle, exotische Optik und Special Effects aus. Jeder Schauspieler (Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und schließlich auch Daniel Craig) ist stets gut und elegant gekleidet. Ja, Lazenby in seinem Schottenrock ignorieren wir mal an dieser Stelle.

James Bond-Austellung in Londons Herz

Zum 50. Geburtstag gibt es nicht nur den 23. James Bond, Skyfall (Regie: Sam Mendes), sondern auch Sonder-Editionen der bisherigen 22 Filme auf Blu-ray und in London eine Ausstellung „Designing 007: Fifty Years of Bond Style„. In Kooperation mit EON Produktion, der Produktionsfirma, die seit Anbeginn des Franchises hinter den Filmen steht, kein Wunder, ist die Firma auch u.a. von Albert R. Broccoli – den kennt man aus den Vorspännen – extra für die Bond-Filme gegründet worden, werden zahlreiche Exponate aus den beliebten Filmen gezeigt.

Im Londoner Barbican Centre (sehr zentral gelegen, nächste Subway-Station ist „Barbican“ – also nicht zu verfehlen) findet vom 6. Juli bis zum 5. September die Ausstellung über 50 Jahre Filmgeschichte statt. Wer also das Glück hat, in der Zeit in London zu sein … hin da!

Vorgeschmack auf 50. Jahre Bond

In diesem Video kommt u.a. der deutsch-britische Szenenbildner Sir Ken Adam zu Wort. Er erzählt davon, ein Set für einen Bond-Streifen zu gestalten. Ihr erinnert Euch an Man lebt nur zweimal und die versteckte Raumschiff-Basis in dem erloschen Vulkan? Tja … die sehr hohen Kosten für so ein Set wurden damals einfach durchgewunken. Außerdem geht es um die Zusammenarbeit mit Aston Martin.

Im zweiten Video spricht die Kostümbildnerin und Oscar-Gewinnerin Lindy Hemming über die Kleidung des Geheim-Agentens 007. Interessant zu hören, dass Bond-Erfinder Ian Fleming nicht mit Connery einverstanden war, einfach weil ein ehemaliger Bodybuilder keinen eleganten Gentleman abgeben konnte. Oh, wie sollte er sich irren – den Kostümbildnern sei Dank.

Designing 007: Fifty Years of Bond Style:
6. Juli5. September 2012, Barbican Centre, London

[via Movies.com]

Warum Jon Favreau „Cowboys & Aliens“ nicht in 3D gedreht hat

Ein sehr interessantes Interview mit Iron Man-Regisseur Jon Favreau bei Blastr. Nachdem er Iron Man 2 ziemlich verbockt hat, liegen nun die Hoffnungen auf der Comic-Verfilmung Cowboys & Aliens mit Daniel Craig, Harrison Front und Olivia Wild.

In dem Interview erklärt er, warum er Cowboys & Aliens nicht in 3D gedreht hat. (Wofür ich ihm dankbar bin.) Neben schlüssigen Argumenten kommt er dann auch auf die Thematik, dass immer mehr Kinogänger kein 3D mögen:

Audiences are getting louder in their disdain for the glasses, the darkness of the screen and the higher prices.

Favreau selber mag angeblich 3D, bringt aber ein absolutes Killer-Argument für 2D an:

(… ) it has to serve the story.

Verdammt richtig. Der Regisseur meint, genau wie das Casting, die Schauspielkunst und die Dialoge der Story dienen müssen, muss auch 3D „Sinn“ machen – ansonsten kann man es vergessen. Oh, wie Recht er damit hat. Und nun die große Preisfrage: Wo bringt 3D eine Story wirklich voran? Mal ehrlich … Nennt mir eine Geschichte, wo man 3D braucht, weil sonst die Geschichte nicht funktioniert.<(p>

Cowboys & Aliens läuft in Deutschland am 25.08.2011 an. In 2D! Und das nicht nur in ausgewählten Kinos, sondern in allen Lichtspielhäusern, die den Film zeigen.

hoch